Ob er glaubte, dass Bau ihm hätte helfen können? Ja, durchaus, denn wenige Kompetenz von Seitens Bau war nie das Problem gewesen. Sondern einzig und allein die Tatsache, dass er felsenfest der Meinung war, dass er keine Hilfe brauchte. Nicht, weil er hin und wieder aus der Haut fuhr, denn noch immer war Aleron der Meinung, dass es einfach menschlich war. Er war schließlich nicht der Einzige, der wütend wurde, wenngleich es bei den Meisten möglicherweise nicht so sehr eskalierte, wie es bei ihm oft der Fall war. Aber auch dafür konnte er nichts. Er war eben einfach temperamentvoll. Zumindest war es das, was sich Ale immer wieder und wieder einredete, weil er nicht wahrhaben wollte, dass er Hilfe brauchen konnte. Und doch wusste er, dass einzig und allein Bau ihm würde helfen können, sollte er sich dazu entscheiden, dass er Hilfe brauchte. Nicht zuletzt, weil er keinen anderen Therapeuten so nah an sich heranlassen oder gar akzeptieren würde. “Ja, aber du hast nie in Erwägung gezogen, dich nur mit mir zu unterhalten, ohne nebenbei zu spielen. Stattdessen hast du mich weggeschickt.", versuchte er seine Gedanken zu erklären, während er gleichzeitig nicht das Gefühl hatte, dass ihm dies besonders gut gelang. Vielleicht, weil der Therapeut ihn einfach falsch verstehen wollte oder vielleicht auch, weil er selbst nicht besonders gut darin war, seine Gefühle und Gedanken ordentlich zu kommunizieren. “Es hat auch so gewirkt, als würdest du mich verfolgen. Kann ich auch nichts zu.”
Und dennoch ließ er zu, dass ihn der Andere vom gehen abhielt, während er sich automatisch zu fragen begann, ob Thibault dies nun nur tat, weil er einfach nett sein wollte. Immerhin lag diese Vermutung, nach ihrem Gespräch ziemlich nahe, doch das Lächeln von Bau und dessen darauffolgenden Worte, wischten diese Bedenken beiseite und schafften es sogar, dass auch Ale ein kleines Lächeln zeigte. “Zuhause erwartet mich sowieso niemand, also…bleibe ich gern.”, damit sah er dem Anderen dabei zu, wie er das Bier bestellte und als er ihm das Glas zum anstoßen hin hielt, da ging er darauf ein und stieß sein Glas vorsichtig gegen das des Anderen. “Ja, ist es. Komme hier eigentlich ständig her, fühlt sich manchmal so an, als würde ich hier schon wohnen.”, schmunzelte er nun, blickte dabei in sein Glas und konnte nicht leugnen, dass diese Situation ihn gleichzeitig freute wie verunsicherte, denn so richtig wusste er auch nicht, wie er sich nun verhalten sollte. Und auch ein leichtes Misstrauen mischte sich dazu, während er sich bei der Frage ertappte, ob der Andere nur erneut versuchte, ihn zu therapieren oder warum er mit einem Mal doch seine Meinung dazu geändert hatte und nun bereit war, mit ihm zu reden sowie Zeit zu verbringen.