Das leise Lachen des Unternehmers ließ den Lockenkopf schmunzeln und zeigte ihm, dass er mit seiner Frage glücklicherweise in kein Fettnäpfchen getreten war. Bei der amüsierten Frage jedoch schüttelte der Lockenkopf sofort die Stirn. “Nein. Ich denke an dem Punkt sind wir schon vorbei.”, oder sie hatten ihn nie wirklich erreicht, doch nun wo bereits so einiges passiert war und sie so einiges erlebt hatten, brauchte sich Mateo tatsächlich auch nicht mehr so ins Zeug zu legen, damit er ihn beeindrucken konnte. “Außerdem ist bereits dein Haus beeindruckend genug”, ließ er den Anderen zwar amüsiert, aber eben auch ehrlich wissen. Die Worte des Anderen ließen ihn jedoch überrascht drein sehen, während er Mateo einen Moment einfach nur ansah, als wären dem soeben noch zwei weitere Köpfe gewachsen. “Du…hast das alles organisiert für…mich? Damit ich einen schönen Tag habe?”, wiederholte er irritiert, denn damit gerechnet hatte er nicht, schließlich hatte er geglaubt, dass Mateo hierher hatte kommen wollen und ihn dann einfach mitgenommen hatte, aber eben nicht, weil der andere Spanier ihm einen schönen Tag machen wollte. Und so richtig wusste der Jüngere tatsächlich auch nicht wie er mit dieser Offenbarung umgehen sollte, sodass er wie vom Donner gerührt auf seinem Stuhl saß und nicht leugnen konnte, dass er sich über diesen Umstand freute, während sich ein warmes Gefühl in seinem Innern ausbreitete.
Als sich Mateo zu rechtfertigen begann, lächelte er den Anderen sanft an, bevor er nach seiner Hand griff, um diese sanft zu drücken. “Ist voll in Ordnung…selbst, wenn du es ständig brauchen würdest. Das ist eben deine Welt, warum sollte das also falsch sein?”, wollte er nun lächelnd wissen und zog seine Hand schließlich wieder zurück, damit er einen weiteren Schluck trinken konnte. “Und du hast definitiv recht damit, dass es sehr viel komfortabler ist. Daran könnte man sich glatt gewöhnen.”, stimmte er dem Anderen zu und tatsächlich störte ihn das alles gar nicht. Und auch unwohl fühlte er sich damit nicht, es war schlicht und ergreifend ungewohnt. Mehr nicht.
Und dann nannte er Marseille ein Drecksloch, was den Anderen schmunzeln ließ. “Ich habe es nicht so direkt sagen wollen, aber…damit hast du wohl recht.”, miteinander vergleichen konnte man die Städte also wirklich so gar nicht. In seiner ganzen Zufriedenheit und Euphorie des heutigen Tages bemerkte er nicht einmal, wie er sich verplapperte, denn tatsächlich dachte der Lockenkopf gar nicht mehr daran, dass der Andere von seiner Ankunft nicht die Wahrheit kannte. Immerhin hatte Val das Thema bislang immer umschifft. "Nicht so wichtig.”, beeilte er sich zu sagen und er hoffte, dass der Andere es gut sein lassen würde, doch er ahnte, dass dem nicht so sein würde und im Grunde war es wohl nur fair, wenn er dem Unternehmer die Wahrheit erzählte und so atmete er tief durch. Mist verdammter. “Außer du willst es unbedingt wissen, dann…erzähle ich es dir natürlich, aber nur wenn du versprichst mich nicht auszulachen.”