Mateo machte ein zustimmendes Geräusch, während er einen weiteren Schluck aus seiner Tasse nahm und diese damit leerte. Und es war schön, dass sie beide der Meinung waren, dass sie einander nicht mehr beeindrucken mussten. Dafür war in den letzten Monaten vermutlich auch einfach viel zu viel passiert. "Ach, du findest mein Haus beeindruckend, ja?", erkundigte er sich amüsiert, denn tatsächlich fand er sein Haus nicht besonders beeindruckend. Es war das Erstbeste, was er gefunden hatte, als er nach Marseille gezogen ist. Würde er sich langfristig um ein Eigenheim bemühen, würde er nochmal ein paar andere Standards setzen. Hauptsächlich, was die technische Ausstattung anging. Dass Val sich über die Information, dass er sich um einen schönen Tag bemühte, so überrascht war, ließ auch den Unternehmer in einem Ausdruck der Verwunderung die Brauen heben. "Aber natürlich.", entgegnete er lächelnd und fragte sich, wieso das für den Anderen nun so eine Überraschung war. "Du warst noch nie hier und hast dich so auf den Ausflug gefreut.. da wollte ich nicht, dass du ein zweitklassiges Croissant essen und deinen Tag mit Schlangestehen vergeuden musst.", mal ganz abgesehen davon, dass auch Mateo nicht unbedingt scharf darauf gewesen wäre. Und ganz offenbar waren seine Bemühungen, Val nicht das ganze Ausmaß seiner Gefühle für ihn zu offenbaren, bislang ziemlich erfolgreich gewesen. Andernsfalls wäre der Andere wohl nicht derart vom Donner gerührt, nur weil der Unternehmer ihm einen schönen Tag bereiten wollte.
Ein sanftes Lächeln umspielte seine Züge, als er spürte wie die andere Hand seine ergriff und sacht drückte. "Nun, wenn du meinen Vater fragen würdest.. der hätte einige Gründe, weshalb es falsch ist. Aber.. ich freu mich, dass du das anders siehst.", denn tatsächlich genoss Mateo ein gewisses Maß an Luxus und Exklusivität.
"Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie wenig begeistert ich gewesen bin, als mein Vater mich nach Marseille geschickt hat.", meinte er schmunzelnd, denn damals hatte er wirklich getobt. Und auch heute würde er sich vermutlich maßlos darüber ärgern, wäre Val nicht an seiner Seite. Damit war Marseille definitiv interessanter geworden. Als Val verplapperte, hob Mateo neuerlich die Brauen. Oh, er konnte vergessen, dass er das einfach so fallen ließ. "Natürlich will ich es unbedingt wissen. Wieso bist du wirklich in Marseille?", erkundigte er sich, denn bislang hatte er an sowas gedacht wie eine missglückte Tramping-Reise oder soetwas. Die Worte von Val ließen jedoch vermuten, dass es um etwas anderes ging.